Wie halte ich meinen Badebottich im Winter eisfrei?

Wie halte ich meinen Badebottich im Winter eisfrei?

Sind Sie bereits stolzer Besitzer eines Badebottichs oder planen Sie die Anschaffung? Dann taucht häufig die Frage auf, was mache ich mit dem Wasser in der Frostperiode? Fast alle Hersteller von Badefässern weisen in ihren Gebrauchsanweisungen darauf hin, dass die Badebottiche im Winter leer zu lagern sind um eine Beschädigung am Badefass zu vermeiden. Folgende Schäden können durch Frost am Badebottich entstehen:

  • Schäden an der Holz- oder Kunststoffkarkasse durch Eisdruck (besonders empfindlich sind hier GFK-Körper mit Acryllack)
  • Schäden am Innenofen durch Eisdruck von außen
  • Risse im Innenleben des Außenofens durch ausgedehnte Wasserblase (gilt auch für integrierte Edelstahlöfen, wie z.B. bei unserem Badebottich LUX). Hierdurch wird der Ofen komplett unbrauchbar und muss getauscht werden
  • Schäden am Ablauf des Badezubers durch auffrieren von Restwasser

Um diese Schäden zu vermeiden lautet auch unsere Empfehlung den Badebottich nach der Benutzung grundsätzlich zu entleeren, da es sich schon aus hygienischen Gründen empfiehlt das Wasser nach dem Baden abzulassen. Dies zumindest wenn heiß gebadet und auf die Verwendung von Chemikalien zur Wasserdesinfektion verzichtet wird.

Da viele aber das Badefass nicht nur beheizt nutzen sondern auch als Tauchbecken für die Sauna im Kaltwasserbetrieb, möchten wir zeigen welche Möglichkeiten es in diesem Falle gibt. Wir beziehen uns bei den nachstehenden Erläuterungen auf die von uns vertriebenen Produkte, da wir nur hier das Verhalten in der Praxis tatsächlich beurteilen können und weisen aber schon vorsichtshalber darauf hin, dass von unseren Empfehlungen unberührt die Garantiebedingungen der Hersteller gelten, die Schäden durch Frosteinwirkung explizit ausschließen und wir Frostschäden bei den aufgezeigten Möglichkeiten auch nicht komplett ausschließen können. Bitte verstehen Sie die Tipps für leichten Frost und kürzere Frostperioden. Bei Starkfrösten und längeren Frostperioden sollten Sie den Bottich definitiv entwässern. Einzige Ausnahme hierfür ist die elektrische Beheizung, die wir weiter unten etwas detaillierter erläutern.

 

  1. Eisfreihalter aus Styropor

Die wohl günstigste am Markt verfügbare Variante ist ein Eisfreihalter aus Styropor, den man als Schwimmkörper auf die Wasseroberfläche  des Badezubers aufbringt und damit verhindert, dass beim Zufrieren des Badebottichs durch die Volumenerhöhung der Eisdruck auf die Außenwände wirkt und diese beschädigt. Es bleibt eine Öffnung der Eisoberfläche, die man bei Bedarf auch erweitern kann um z.B. nach dem Saunabad abzutauchen. Diese einfache Lösung sollte nur bei reinen Holzbadezubern angewendet werden.

 

  1. Blindstopfen zum Verschließen der Abläufe

Die Eisfreiheit des Wasserkörpers verhindert weder ein Abfrieren der wassergefüllten Abläufe, noch im Falle eines genutzten Außenofens das Abfrieren des Außenofens. Die Außenöfen haben zwar alle einen Ablauf zum Entwässern aber logischerweise entwässert dann der gesamte Badebottich. Man kann sich in diesem Falle behelfen, indem man die entsprechenden Abgänge mit Gummistopfen (z.B. aus dem Laborbedarf verschließt. Der Außenofen lässt sich damit problemlos abnehmen und frostsicher verstauen. Die Abläufe können geöffnet werden und entwässern und das Wasser bleibt im Zuber. Der Hersteller Kirami bietet als Zubehör ordentliche Schraubverschlüsse für die entsprechenden Öffnungen im Zuber. Wir finden das ist sehr gut gelöst und einzigartig am Markt. Verfügbar sind die Stopfen für alle Kirami Badefässer Breezy, Cosy und Family

 

  1. Verwendung eines gedämmten Deckels

Für fast alle Modelle sind gedämmte Deckel verfügbar, bei deren Verwendung das Vereisen der Oberfläche deutlich hinausgezögert werden kann, vor allem bei kürzeren Frostperioden und geringen Minustemperaturen. Bei den finnischen Badefässern von Kirami haben wir auch eine Dämmung unter der Sitzfläche, die auch ein durchfrieren von unten verzögert.

 

  1. Luftsprudel- Eisfreihalter

Bei dieser Variante wird mittels Verwirbelung des Wassers mit einer Luftpumpe die Vereisung der Wasseroberfläche verhindert. Zahlreiche Modelle sind am Markt für kleines Geld erhältlich. Hier zum Beispiel ein Variante, die beim online-Händler amazon verkauft wird: Velda Eisfreihalter Diskus mit Luftpumpe

Vorteil der Gebläsetechnologie- relativ geringer Stromverbrauch

 

  1. Heizstab

Eine weitere Möglichkeit bietet die Beheizung mittels Teichheizung, die es in unterschiedlichen Leistungsstufen am Markt gibt. Wir empfehlen hier die Variante in 600 W. Durch die Kombination mit einem entsprenden Frostwächter wird dafür gesorgt, dass der Heizer nur bei Minustemperatuten in Betrieb geht. Um Energie zu sparen kann man auch einen Heizstab mit geringerer Leistung und einen Luftsprudel kombinieren.

Teichheizer Schego Titan

Frostwächter Schego

 

  1. Beheizen des Badebottichs

 

Selbstverständlich ist es auch möglich den Badebottich zu beheizen und darüber einen abfrieren zu verhindern. Das macht aber nur Sinn, wenn es sich um einen kurzen Zeitraum handelt, da die Überwachung schwierig ist und die Gefahr besteht, dass das Beheizen vergessen wird. Deshalb taucht diese Variante auch nur der Vollständigkeit halber in der Aufzählung auf.

Fazit:

Aus unserer Sicht macht die Anwendung der oben genannten Hilfsmittel in der Reihenfolge Isolierdeckel, Luftsprudel, Zusatzheizer am  Meisten Sinn.

 

Weitere Infos zum Badebottich und seiner Nutzung finden Sie unter den FAQ zum Badefass

 

Thermoholz-bestes Material für Ihre Fasssauna

Thermisch modifiziertes Holz (englisch: Thermally Modified Timber, kurz TMT) ist das Endprodukt einer thermischen Behandlung (Erhitzen) von Holz auf mindestens 160 °C bei Sauerstoffmangel. Der Begriff Thermoholz wird häufig synonym verwendet. Ziel der thermischen Holzmodifikation ist es, technische Eigenschaften des Baustoffs Holz über den gesamten Holzquerschnitt für bestimmte Einsatzzwecke zu verbessern. So sorgt z.B. die durch Hitzebehandlung erzielte hohe Fäulnisresistenz dafür, dass sich auch heimische Hölzer für den Einsatz im Außen- und Nassbereich eignen, ohne dass nach kurzer Zeit Schäden durch Pilzbefall entstehen. Die verringerte Wasseraufnahmefähigkeit von Thermoholz reduziert die für Holz typische Neigung zum Quellen und Schwinden, Schüsseln und Reißen. Nach mehreren Jahrzehnten Forschung begannen die ersten industriellen Anlagen gegen Ende der 1990er Jahre in Finnland zu produzieren.

Physikalische und chemische Prozesse

Chemisch handelt es sich bei TMT um das Ergebnis einer Teilpyrolyse in sauerstoffarmer Atmosphäre. Es werden für etwa 24 bis 48 Stunden Temperaturen von 170 °C bis 250 °C eingesetzt.

Dieses Verfahren ändert die OH-Gruppen (Hydroxygruppen), die zwischen Hemizellulose und Lignin verbunden sind. Hemicellulose wird ab etwa 140 °C partiell abgebaut und kristallisiert in anderer Form wieder aus. Durch die Erhitzung des Holzes werden Acetylgruppen an den Hemicellulosen abgespalten und es bildet sich Essigsäure. Die Essigsäure wirkt als Katalysator beim Abbau der Hemicellulose und führt zur Abnahme des Polymerisationsgrads der Hemicellulosen. Ab etwa 150 °C wird auch alpha-Cellulose abgebaut. Durch Ligninkondensation steigt der relative Ligninanteil im Holz. Das Holz wird „karamelisiert“. Flüchtige Stoffe wie Harze und Abbauprodukte der Hemicellulose und des Lignins wie z. B. Furfural und 5-Methylfurfural werden ausgetrieben.

Die thermische Modifizierung ist abzugrenzen von anderen Verfahren der Holzmodifizierung wie Dämpfung (etwa von Buchenholz) oder Räucherung.

Eigenschaften

Durch die Umwandlung bzw. Besetzung freier OH-Gruppen werden Schwind- und Quellmaß in tangentialer, axialer und radialer Richtung um bis zu 70 % verringert. Auch eine Erhöhung der natürlichen Dauerhaftigkeit gegen tierische und pilzliche Holzschädlinge wurde festgestellt. Bei Verwendung von Rotbuchenholz erreicht thermisch modifiziertes Holz je nach Intensität des Thermo-Prozesses bis Dauerhaftigkeitsklasse 1, bei Fichtenholz bis Klasse 2 und bei Eschenholz Klasse 1-2. Die Holzfarbe wird dunkler (durch den ganzen Querschnitt), ist jedoch nicht UV-beständig (Aufhellung). Die Temperaturbehandlung führt zu einer deutlichen Reduzierung des pH-Werts auf 1,5. So wird den Mikroorganismen der Nährboden entzogen und Wasser wird nur eingeschränkt aufgenommen.

Ein großer Unterschied besteht zwischen Thermonadelholz und Thermolaubholz. Die wärmebehandelten Nadelhölzer haben durch den Substanzabbau und durch den Harzaustritt eine reduzierte Dichte und sind sehr weich, was bei Laubhölzern nicht in dem Maße der Fall ist. Je nach Behandlungsintensität bzw. -methode verringern sich die Festigkeitswerte des Holzes durch die Behandlung. Insbesondere die Abnahme der Spaltfestigkeit kann hierbei kritisch sein.

Aufgrund der Veränderungen auf molekularer Ebene sind nicht alle Leime oder Beschichtungen, die für das Ausgangsmaterial benutzt werden, auch für das thermisch modifizierte Holz verwendbar. Ein wichtiger Nachteil der Thermobehandlung ist die Abnahme der Biegefestigkeit und damit eine Verringerung der Tragfähigkeit des Holzes, was die Verwendungsmöglichkeiten einschränkt. Weiterhin erhält das Holz einen rauchigen Geruch, der aber mit der Zeit nachlässt.

Verwendung

Grundsätzlich sind alle Holzarten für die Thermomodifikation geeignet. Praktisch konzentriert sich dies auf folgende Hölzer: Erle, Buche, Eiche, Ahorn, Esche, Birke sowie Robinie bei den Laubhölzern sowie Fichte und Kiefer bei den Nadelhölzern. In thermisch modifiziertem Holz aus einheimischen Nadel- und Laubhölzern wird eine ökologische Alternative zu Tropenhölzern wie Bangkirai oder Teak gesehen. Das liegt zum einen an der Möglichkeit, thermisch modifiziertes Holz im Nass- oder Außenbereich einzusetzen, zum anderen an der dunklen Farbe, die das Holz je nach Intensität der Thermobehandlung erhält. Ebenso bietet Thermoholz eine unbedenkliche Alternative in Anwendungsbereichen, in denen die Verwendung vom mit chemischen Schutzmitteln getränkten/imprägnierten Hölzern gängig ist. Typische Einsatzbereiche sind Terrassendielen und -möbel sowie Holzböden im Sanitär- und Saunabereich.

Besondere Vorteile bei der Verwendung im Fasssaunabau

Normalerweise muss die Fasssauna durch das Quellen und Schwinden der Hölzer ge- bzw. entspannt werden. Dies erfolgt mittels der angebrachten Edelstahl-Spannbänder. Allerdings kann es selbst bei fachgerechtem Nachspannen hin und wieder zu klemmenden Türen oder Fenstern kommen. investieren Sie deshalb besser gleich in die höherwertige Holzart Thermofichte und das Nachspannen kann bei normalem Betrieb weitestgehend entfallen. Auch ein Verklemmen von Fenstern und Türen gehört der Vergangenheit an. Thermoholz- bestes Material für Ihre Fasssauna.

Genehmigung holzbeheizter Saunaöfen

Genehmigung holzbeheizter Saunaöfen

Für die Genehmigung holzbeheizter Saunaöfen sind mehrere Dinge zu beachten. Wir möcten dabei insbesondere auf die Rahmenbedingungen des Betriebs eines holzbeheizten Saunaofens im Saunafass eingehen. Entgegen der  irrtümlich verbreitete Meinung, ist das Saunafass im baurectlichen Sinne als Gebäude zu werten. Damit sind bei der Installation die bestehenden Gesetze der Landesbauordnung, der örtlichen Feuerungsverordnung und baurechtliche Vorschriften beachtet werden.

Daraus ergeben sich für die Genehmigung holzbeheizter Saunaöfen in der Fasssauna 3 Vorraussetzungen:

  1. Der verbaute Ofen erfüllt die Zulassungsvorraussetzungen der DIN EN 15821 und der BImSchV die über das Typenschild und die entsprechende Leistungserklärung des Ofenherstellers nachzuweisen ist.
  2. Der Schornstein ist nach den Anforderungen der DIN V 18160 Teil 1 auszuführen und zu bemessen.
  3. Die Anlage aus Ofen und Schornstein ist so zu verbauen, dass die herstellerseitigen Vorgaben zu den Sicherheitsabständen eingehalten werden.

In der Auswahl des Saunaofens sind sie hauptsächlich durch die Erfüllung der Abgaswerte der aktuell gültigen Bundesimmissionsschutzverordung eingeschränkt. In unserem Lieferprogramm sind aktuell die Saunaöfen der Reihe Harvia 20 Pro und Harvia 220 geeignet oder der Troll des deutschen Herstellers FINTEC. Bei der Verwendung der Harvia Öfen in den Saunafässern mit einem Durchmesser von 200 cm ist darauf zu achten, dass ein zusätzlicher Ofenschutz (z.B. WL500) verbaut werden muss um die geforderten Sicherheitsabstände einzuhalten.